_ Universität Göttingen
UW - C 156
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HClO3S; Farblose bis schwach gelbliche Flüssigkeit von stechendem Geruch. An feuchter Luft stark rauchend.
Reagiert heftig mit Wasser zu Schwefel- und Salzsäure; heftige Reaktionen auch mit einigen Metallen und organischen Verbindungen möglich.
Verursacht schwere Verätzungen an Haut und Schleimhäuten. Nach Einatmen der Dämpfe ist mit der Ausbildung von Lungenödemen zu rechnen. Bei Verätzung der Augen besteht Erblindungsgefahr. Nach Verschlucken: Schleimhautirritationen i m Mund, Rachen, Speiseröhre und Magen-Darmtrakt. Für Speiseröhre und Magen besteht Perforationsgefahr.
Wassergefährdender Stoff(WGK 2).
Vor Feuchtigkeit schützen. Arbeiten im Abzug durchführen.
Säurefeste Schutzhandschuhe nur als kurzzeitigen Spritzschutz verwenden.
Mit flüssigkeitsbindendem Material aufnehmen (z.B. Universalbinder, Sand, Kieselgur) und in gut verschließbare Behältern der Entsorgung zuführen.
Bei Auftreten von Dämpfen: Atemschutzfilter ABEK.
Kohlendioxid, trockener Sand, Pulver.
Substanz nicht mit Wasser löschen.
Nach Hautkontakt: Sofort gründlich mit sehr viel Wasser abwaschen. Abtupfen mit Polyethylenglykol 400.
Nach Augenkontakt: Sofort bei geöffnetem Lidspalt mit viel Wasser gründlich ausspülen (mind. 10 Min.) und unverzüglich Augenarzt aufsuchen.
Nach Einatmen: Für Frischluftzufuhr sorgen. Ggf. Atemspende oder Gerätebeatmung.
Nach Verschlucken: Sofort viel Wasser trinken lassen. Nicht erbrechen (Perforationsgefahr).
Nach Kleidungskontakt: Kontaminierte Kleidung sofort entfernen.
Ersthelfer: siehe gesonderten Anschlag
Kleinstmengen vorsichtig im Abzug auf Eis geben und mit anorganischen Basen neutralisieren. Größere Mengen als Sondermüll entsorgen.
Fertiggestellt am: 22.10.97 (Behr)
Umwandlung ins HTML-Format: 18.11.98 (Behr)
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